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Starker Auftritt wird nicht belohnt

Samstag, 12. September 2026 · 14:00 UhrFlens-Oberliga, 8. Spieltag
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Spielbericht vom 13. September 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der Oldenburger SV hat beim Gastspiel bei Holstein Kiel II trotz einer 3:4-Niederlage eine starke Leistung gezeigt und den Favoriten über weite Strecken vor große Probleme gestellt. Am Ende waren es vor allem drei Gegentore nach Standardsituationen, die den OSV um den verdienten Lohn für einen couragierten Auftritt brachten.

    Personell musste der OSV weiterhin auf Dauerbrenner Lunau verzichten. Zudem fehlte Schulz verletzungsbedingt. Severin nahm zunächst auf der Bank Platz, sodass Wölk und Shamzin von Beginn an in der Startelf standen.

    Holstein erwischte den besseren Start und ging bereits in der 22. Minute durch einen sehenswert direkt verwandelten Freistoß mit 1:0 in Führung. Nur 17 Minuten später legten die Kieler nach einer Eckballvariante nach – Junge köpfte zum 2:0 ein.

    Doch der OSV zeigte sich keineswegs geschockt und antwortete eindrucksvoll. Nach einem geblockten Schuss von Daniel Junge landete der Ball bei Marvin Müller, der ihn in der 41. Minute sehenswert in den Winkel setzte und den Anschluss zum 2:1 herstellte.

    Kurz vor der Pause belohnte sich der OSV sogar für seine starke Reaktion. Nach einer Balleroberung von Rico Mielke steckte dieser den Ball perfekt für Daniel Junge durch. Junge blieb cool und erzielte den 2:2-Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.

    Auch nach dem Seitenwechsel blieb der OSV mutig und spielte weiter nach vorne. In der 56. Minute drehte die Mannschaft die Partie sogar komplett. Nach einem Freistoß von Sobotta verlängerte ein Holstein-Spieler den Ball unglücklich direkt auf den Fuß von Robin Bünning. Der OSV-Innenverteidiger ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und schob zum 3:2 ein.

    Holstein Kiel II erhöhte nun den Druck und kam in der 67. Minute zum Ausgleich. Eine flache Hereingabe von der rechten Seite konnte der OSV nicht entscheidend klären, Knaak schob zum 3:3 ein.

    In der 75. Minute hatte Holstein bereits erneut zugeschlagen – und wieder war ein Standard der Ausgangspunkt. Nach einer Ecke bekam der OSV den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Tack nutzte die Situation und nagelte den Ball unter die Latte zum 4:3.

    Der OSV versuchte bis zum Schlusspfiff alles, um noch einmal zurückzukommen, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben.

    Trotz der Niederlage kann der OSV stolz auf diesen Auftritt sein. Über weite Strecken zeigte die Mannschaft Mut, Leidenschaft und Moral und schaffte es sogar, einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung zu drehen. Dass am Ende keine Punkte mit nach Oldenburg genommen werden konnten, lag vor allem daran, dass Holstein Kiel II den OSV bei drei Gegentoren nach Standardsituationen entscheidend auseinandernehmen konnte.

    Eine bittere Niederlage – aber gleichzeitig ein Auftritt, der Mut macht. Der OSV hat gezeigt, dass er auch gegen einen starken Gegner mithalten und ein Spiel drehen kann. Nun gilt es, die positiven Dinge mitzunehmen, die Standardsituationen aufzuarbeiten und sich für die gezeigte Leistung in den kommenden Spielen mit Punkten zu belohnen, um das Polster nach unten zu wahren.